m-haus plant und errichtet als Generalunternehmer einen Familien-Bungalow in Holzbauweise

Das Holz kommt nicht nur als Konstruktionsmaterial zum Einsatz – die Baufamilie entscheidet sich auch im sichtbaren Außen- und Innenbereich für Holz:

Warum?

Die Lebensdauer einer Tannenfassade beträgt mit ihren 80 Jahren ein vielfaches einer Putzfassade. Sie muss zudem auch nicht gewartet werden, weder gereinigt noch gestrichen werden. In den aktuellen Putzfassaden ist nicht mehr so viel Chemie enthalten/erlaubt, darum neigen diese in den letzten Jahren vermehrt zum Algenbefall, was zwar keine qualitative Einbuße darstellt, aber optisch nicht so schön anzusehen ist. Besonders Häuser in Waldnähe, auf Nordhängen oder Nordfassaden sind von diesem Problem stärker betroffen. Wir bauen zwar für unsere Kunden Häuser mit Putzfassaden, wenn diese gewünscht werden, weisen aber beim Beratungsgespräch auch auf diese Tatsache hin, damit unsere Kunden das in ihre Entscheidung mit einbeziehen können.

Villa Buena Vista – Projektbeschreibung

Das Holzhaus des Gutsverwalters im Rosengarten, das erste Haus dieses Südhangs, erbaut im Jahr 1937, war leider baufällig geworden. Nach dessen notwendigem Abbruch im Jahr 2003 entstand an prominenter Stelle eine Baulücke.

Die Planung eines eingeschossigen Gebäudes soll diese Lücke am Hang schließen, obwohl auf den Nachbargrundstücken ausnahmslos Dreigeschosser dem Tal zur Ansicht kommen.

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Der erste Gedanke war, das Gebäude in den Hang zu schieben und es als Hangsicherung zu verwenden. Um die Vorteile dieses Grundstückes – eine vortreffliche Aussicht über das Donaubecken – zu nutzen, wurde jedoch schon beim ersten Entwurf das Gebäude vom Hang freigestellt und schwebend an die Hangkante geschoben.

Dieser Kunstgriff erlaubt nun dem niedrigen Gebäude in der Erscheinungsgröße mit den Nachbarn mitzuhalten. Der nichtnutzbare Böschungsbereich wandert unter das Gebäude und reduziert den Pflegeaufwand der Außenanlagen. Zusätzlich entsteht an der Rückseite zwischen Gebäude und nördlicher Grundgrenze ein Vorplatz für Parken und Umkehren. Diese Wendemöglichkeit ist für PKWS, aber auch für LKWs und Schneepflüge nötig, da das Gebäude am Ende einer engen Privatstraße steht.  Um eine Zufahrt zum eigenen Garten zu bekommen, gibt es über diesen Vorplatz eine Traktorabfahrt, welche über die Abrückung des Hauses zustande kommt.

Die enge Zufahrt führte dazu, dass m-haus die Holzfertigteile für das Wohnhaus mittels überdimensionalem Mobilkran über das nördliche Nachbargebäude hinweg einhob und dann Vorort mit einem kleinen Mobilkran montierte –  ein spannendes Schauspiel für die Zaungäste.

Das Äußere

Das Gebäude erstreckt sich parallel zum Geländeverlauf und dockt im Vorplatz und Terrassenbereich an das Erdreich an. Die hochwärmegedämmte Holzfundamentplatte gleicht die energetischen Nachteile des eingeschossigen Baukörpers aus. Ein Satteldach überzieht die Wohnräume, die Nebenräume mit Flachdach sind kubisch in den Hauptbaukörper eingeschoben.

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Das Wohnhaus ist durch feingesägte Tannenfassade eingefasst, die abwitterungsfreie, einspringende Veranda und der Eingangsbereich sind mit gefärbten Holzplatten ausgestattet. Vorspringende Bauteile, wie Saunasitzerker und Sitzrahmen im Büro sind mit Cortenstahl versehen, wobei das verrostete Stahlblech im Dachbereich als wasserführende Ebene mit verdeckten Rinnen ausgestaltet ist.

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Die Fenster „rosten“ in Bronze-Färbung mit, die geölte Eichentüre empfängt die Familie mit bronzenen Beschlägen.

Das Innere

Innen trennt die empfangende Garderobe das Raumprogramm in „private“ Schlafräume und „öffentlichen“ Wohnraum. Wie Außen ist auch im Innenbereich Holz maßgeblicher Baustoff für die Oberfläche. Die Räume wirken durch unbehandelte Tanne an Wand und Decke.

Geölte Eiche ist für Böden und Fenstereinfassungen vorgesehen. Akustikdecke und Holzboden sind jeweils in drei unterschiedlichen Brettbreiten gearbeitet. Dieses einfache Chaos findet sich im Freien in Untersichten und Plattenfassade wieder.

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Der Wohnraum selbst ist mit geschlossenem Täfler an Dach und Wand veredelt. Die Möblierung in dunklen, supermatten Oberflächen verharrt vornehm im Hintergrund. Das Bronze der Fassade wird über die Drücker der grauen geölten Eichentüren in den Innenraum geholt. Da eine Abnutzung der Natur-Oberflächen zu erwarten ist, sind Fliesen mit abgenutzter Betonoptik und ausgeblichenen Ornamenten verlegt. In den Nassräumen wurden geschruppte und weißgeölte Bodendielen zum Feuchteausgleich als Decke verbaut. Den Luftaustausch und die Abfuhr von zu viel an Raumfeuchtigkeit verbleibt aber selbstverständlich bei der Wohnraumlüftung.

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Färbige Vliestapeten geben den übrigen Räumen ein ansprechendes Äußeres. Formschöne, harmonische Fenstereinfassung in Eiche als Sitzrahmen gestaltet.

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Das barrierefreie Gebäude öffnet sich westseitig zur Frei- und gedeckten Terrasse und bietet wind- und sichtgeschützte Bereiche. Die angeordneten Glasflächen bieten projizierte, phänomenale Ausblicke und führen zur Namensgebung „Villa Buena Vista“.

Das Unsichtbare

Eingearbeitet in die Holzriegelelemente ist ein geerdetes Elektrosmogabschirmgewebe. Hochfrequente Strahlungen bleiben so draußen und dem gesunden und erholsamen Schlaf steht nichts im Wege! Fragen Sie unseren Bauberater danach.

http://www.m-haus.at/holzbauweise/wohnlich-gesund